Unsere gesellschaftliche Realität lässt das Theater zunehmend nicht länger die Dienerin der Dichtung, sondern der Gesellschaft sein. Gegenwärtige Formen des zeitgenössischen Theaters versuchen, der Wirklichkeit eine Bühne zu bieten. Menschen betreten sie als Experten, denn ihre Rolle haben sie ihr Leben lang geprobt und ihre Texte entspringen ihrer Kunst der Erinnerung.
Generationsübergreifende Theaterarbeit mit Jung und Alt geht so der Frage nach, was die Generationen in der theatral- dokumentarischen Zusammenarbeit von und miteinander erfahren und lernen können. Und wie die neue Generation von Menschen im Ruhestand, den sogenannten "Best Agern" für die Jugend auf der Suche nach ästhetischen und sozialen Formen der Mitteilung, der Suche nach Präsenz und persönlicher Intensität zum gleichwertigen Spielpartner werden kann.
Anhand von Schreibaufgaben, Interviews, Improvisation, Handlungsanweisungen und künstlerischen Verfahrenstechniken werden Arbeitsansätze des dokumentarischen Theaters ganz praktisch erprobt sowie künstlerische Konzeptionen vorgestellt und diskutiert.
Das Seminar wendet sich an Theaterpädagogen, Theaterspielende sowie an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Einrichtungen für Alte und Junge.
Leitung: Mirjam Strunk, Theaterregisseurin, -autorin und -dozentin, Regisseurin von generationsübergreifenden Theaterprojekten u. a. am Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum, www.gedaechtnis-des-ruhrgebiets.de
Termin: 30. November - 2. Dezember 2012
Veranstaltungsort: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Kosten: 170 € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 20. September 2012
Weitere Informationen und Anmeldung